Computertomographie – CT


Die Computertomographie ist in der Tiermedizin mittlerweile ein etabliertes Verfahren und in der Diagnostik von neurologischen Erkrankungen nicht mehr wegzudenken. Durch diese spezielle Untersuchungstechnik wird der Zugang zu bisher schwer darstellbaren Regionen wie Gehirn, Mittelohr und Wirbelsäule ermöglicht. Bei speziellen Fragestellungen kann auch eine dreidimensionale Rekonstruktion der untersuchten Gewebe erfolgen.
Durch den Einsatz von modernen Spiral-CTs wie dem uns seit Oktober 2014 zur Verfügung stehenden Somatom Emotion® (6-Zeiler mit Power-Package) der Firma Siemens-Medical-Solutions® hat sich die Qualität der Bilder einerseits enorm verbessert, andererseits sind die Untersuchungszeiten wesentlich kürzer geworden. Zusammen mit den anderen Untersuchungstechniken wie Myelographie und Liquoruntersuchung können daher fast alle neurologischen Fragestellungen bei Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen gelöst werden.

Technischer Hintergrund:
Die Computertomographie ist ein spezielles Röntgen-Schichtaufnahmeverfahren, das im Wesentlichen senkrecht zur Körperachse orientierte Transversalschnittbilder bestimmter Körperteile liefert. In der klassischen Röntgenaufnahmetechnik wird ein dreidimensionales Objekt als zweidimensionales Bild dargestellt. Dabei kommt es zwangsweise zum Überlagern von Strukturen verschiedener Objekttiefen. Die Computertomographie dagegen vermeidet diesen Superpositionseffekt, indem nur Informationen einer bestimmten Schicht zum Bild verarbeitet werden. Dadurch ist es auch möglich, die in den Röntgenaufnahmen fehlende dritte Ebene (Gewebequerschnitte) zu generieren.

Ablauf der Untersuchung:
Die computertomographische Untersuchung kann bei unseren Haustieren nur in Narkose erfolgen. Durch eine durchschnittliche Untersuchungsdauer von 5-10 min wird die Narkosebelastung so kurz wie möglich gehalten, ist ein zweiter Untersuchungsgang nach intravenöser Kontrastmittelgabe nötig, so verdoppelt sich die Untersuchungszeit.

Spiral-CT Somatom Emotion®
Hochgradiger verkalkter Bandscheibenvorfall bei einem 8 Jahre alten deutschen Schäferhund mit schweren Lähmungserscheinungen der Hintergliedmaßen
Hochgradiger verkalkter Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule bei einem Dackel